Warum Umschulung und Weiterbildung DIE Begriffe der kommenden Jahre sind

Arbeitsplätze und die mit ihnen zusammenhängende Fähigkeiten ändern sich ständig. Durch Digitalisierung, Robotisierung und die so genannte Qualifikationslücke wird in den kommenden Jahren ein großer Bedarf an Upskilling und Reskilling entstehen. In diesem Artikel erklären wir die Hintergründe und was Sie tun können!

 

Weiterbildung vs. Umschulung

Weiterbildung (oder Upskilling) und Umschulung (oder Reskilling) sind beides Begriffe für das Erlernen neuer Fähigkeiten. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen.

  • Weiterbildung (Upskilling) bedeutet das Erlernen neuer relevanter Fertigkeiten als Ergänzung zu Ihrem derzeitigen Kompetenzspektrum. Dies wird auch als Auffrischungstraining bezeichnet.
  • Umschulung (Reskilling) hingegen bedeutet, dass Ihre vorhandenen Fähigkeiten nicht mehr relevant sind, so dass Sie vorhandene Fähigkeiten durch neue ersetzen müssen.

 

Warum ist das wichtig?

Jedes Jahr zeichnet das Weltwirtschaftsforum (WEF) in einer groß angelegten Untersuchung die Arbeitsplätze und Qualifikationen der Zukunft im so genannten “Future of Jobs Report” auf.

 

Der Bericht für 2020 besagt, dass sich 40 % der Kernkompetenzen der Arbeitnehmer in den nächsten fünf Jahren verändern werden. Das bedeutet, dass 50 % aller Beschäftigten Umschulungen oder Weiterbildungen durchführen müssen...

 

Die beiden Hauptursachen sind:

 

1. Qualifikationslücken

Unter einer Qualifikationslücke verstehen wir die Lücke zwischen dem, was Arbeitgeber suchen und dem, was Arbeitnehmer zu bieten haben. Es gibt beispielsweise viele offene Stellen, aber nur wenige geeignete Kandidaten. Oder umgekehrt: viele Arbeitssuchende mit bestimmten Fähigkeiten, aber nur wenige Unternehmen, die danach suchen.

 

Zu den Ursachen von Qualifikationslücken zählen:

  • Ein strukturelles Missverhältnis zwischen Schulabgängern und dem Wissensbedarf in Betrieben.
  • Das Bildungswesen hinkt den immer schnelleren Entwicklungen hinterher.
  • Arbeitnehmer suchen nach Mitarbeitern mit viel Erfahrung, obwohl das Fachgebiet ganz neu ist.
  • Vergreisung der Babyboomer. Als Folge werden die Fertigkeiten und Kenntnisse verschwinden, an denen die neuen Generationen nicht (oder nicht mehr) interessiert sind oder die ihnen nicht mehr beigebracht werden.

 

Die Lösung zum Schließen der Qualifikationslücke: Weiterbildung und Umschulung! Lesen Sie weiter, um alle entsprechenden Möglichkeiten zu entdecken.

 

2. Digitalisierung und Robotisierung

Unter Digitalisierung verstehen wir, dass Handlungen, Geschäftsprozesse und Dienstleistungen von der physischen in die digitale Welt verlagert werden. Einfach ausgedrückt: “Wir benutzen den Computer immer häufiger”. Die Robotisierung geht noch einen Schritt weiter: viele von Menschen durchgeführten Aufgaben werden vollständig von Maschinen übernommen.

Diese technologischen Entwicklungen folgen einander in immer rasanterem Tempo. Das sorgt für neue Kundenbedürfnisse und Veränderungen auf dem Markt, aber auch zu veränderten Funktionen und dem Bedarf an neuen Fähigkeiten. Um auf dem Laufenden zu bleiben, ist es wichtig, dass Mitarbeiter an Weiterbildungen oder Umschulungen teilnehmen.

In fünf Jahren sollen Maschinen fast die Hälfte aller Aufgaben des Menschen übernehmen. Momentan ist es noch ein Drittel. Nicht zuletzt wegen der Pandemie nimmt auch die Digitalisierung rasant zu. 84 % der Arbeitgeber planen, Arbeitsprozesse schneller zu digitalisieren.

Was können Sie als Organisation tun?

Weiterbildungen und Umschulungen werden in den kommenden Jahren folglich wichtiger als je zuvor! Glücklicherweise können Sie als Organisation jetzt schon Schritte unternehmen, um dieses Problem aufzufangen.

  • Beginnen Sie mit einem Schulungsprogramm für Ihre derzeitigen Mitarbeiter.
  • Richten Sie ein Mentorenprogramm ein, in dem die erfahrenen Veteranen ihre Fähigkeiten an die neue Generation weitergeben.
  • Setzen Sie auf universell einsetzbares Personal. Jobrotation ist in diesem Zusammenhang eine gute Möglichkeit.
  • Erweitern Sie bestehende Positionen um neue Aufgaben, die das Erlernen neuer Fähigkeiten erfordern.
  • Stellen Sie Spezialisten in Bereichen ein, in denen Ihre derzeitige Belegschaft (noch) keine Kenntnisse besitzt. Lernen Sie von ihrem Fachwissen!

 

Tipp: Erfassen Sie die verfügbaren Fertigkeiten!

Um Qualifikationslücken zu erkennen und zielgerichtete Schulungen durchzuführen, ist es klug, zunächst die vorhandenen Kompetenzen zu erfassen. Das geht am besten mit einer Kompetenzmatrix. Das ist ein praktisches Werkzeug, das anzeigt, welche Fertigkeiten in einer Organisation vorhanden sind, welche knapp sind und welche noch fehlen.

Oder noch besser: Nutzen Sie die Kompetenzverwaltungssoftware von AG5!

Mit AG5 können alle Informationen über Fähigkeiten direkt und in Echtzeit am Arbeitsplatz aktualisiert und angepasst werden. Außerdem sind alle Matrizen von nur einer zentralen Umgebung in der Cloud aus zugänglich.

Hätten Sie gern weitere Informationen? Schauen Sie sich hier an, wie das funktioniert. Oder fordern Sie gleich eine kostenlose Live-Demo an!

 



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